19.05.2026, Tag 4, 0 km
Da meine Urlaubsplanungen immer perfekt sind „hüstel“ habe ich für heute einen optionalen Ruhetag vorgesehen.
Ich habe die Unterkunft in Rovinj für zwei Nächte gebucht. Ich hatte zwar auch eine Tagesetappe geplant – nämlich von hier nach Pula und zurück – aber mich gestern entschieden, das nicht zu fahren. Das wären hin und zurück 80 km gewesen, so dass ich wahrscheinlich auch nur wenig Zeit für eine Stadtbesichtigung in Pula gehabt hätte.
Und dann hätte ich mir Rovinj nicht anschauen können, dabei ist die Stadt sehr schön! Sie hat ca. 15.000 Einwohner und laut eigener Aussage der größte Touristenmagnet in Istrien. Gestern hatte ich mir einen Teil ja auch schon angesehen, heute wollte ich mir aber mehr Zeit nehmen.
Also hieß es erstmal ausschlafen und dann zu Fuß in die Altstadt spazieren.
Die gesamte Altstadt ist auf der ehemaligen Insel Mons Albanus erbaut. Seit dem 3. Jahrhundert wurde hier ein Haus neben das andere gebaut. Dazwischen blieben nur enge Gässchen, die sich bergauf und bergab durch die heutige Halbinsel schlängeln (der Kanal zwischen Festland und Insel wurde 1763 zugeschüttet).

Mittlerweile ist kein Meter Platz mehr für weitere Gebäude und ich staune, dass die ganze Stadt ob ihres Gewichtes nicht im Meer untergeht.

Morgens ist noch alles ruhig und ich habe die engen Gassen fast für mich alleine. Ich setze mich auf eine Klippe und lausche den Wellen – traumhaft.

Um elf Uhr startet eine Bootstour, die eine Rundtour zu den umliegenden Inseln anbietet und ich bin gerne dabei.
Das kleine, rote Boot wackelt ganz schön stark und es ist super windig und damit kühl, aber ich habe großen Spaß und flitze von links nach rechts und wieder zurück, um immer die beste Sicht zu haben.

Danach ist es Zeit für eine Stärkung und ich will nun doch Trüffel ausprobieren, die hier überall angeboten werden.
Morgens hatte ich in einer Gasse ein Restaurant entdeckt, welches Spaghetti mit Trüffeln anbietet und dieses steuerte ich jetzt zielstrebig an.

Die Pasta hat gut geschmeckt, aber Trüffel waren das meines Erachtens nicht. Hat wie Champignons in Knoblauch-Sahnesoße geschmeckt – aber es hat geschmeckt insofern alles gut. 😊
Zum Nachtisch gibt es etwas richtig leckeres: Nadine fritule. Das sind frittierte Teigbällchen – soooo lecker 😋. Ich habe sie mit Erdbeer- und Schokosoße genommen und auch wenn es sehr viele waren, die Schachtel war ratzfatz alle 🙂

Danach spaziere ich weiter durch Rovinj und kehre dann aber frühzeitig zu meinem Appartement zurück. Ich wollte meinen Beinen ja auch noch etwas Ruhe gönnen und sie nicht den ganzen Tag tippeln lassen.
Es war auf jeden Fall ein wunderschöner Tag und ich glaube nicht, dass ich etwas verpasst habe, weil ich Pula nicht besucht habe.
Und die Strecke für morgen habe ich auch nochmal umgeplant, damit ich hoffentlich keine unfahrbaren Abschnitte dabei habe.
















