06.07.2020, Tag 9, 37 km, Gesamtdistanz 264 km
Der heutige Tag war schön, aber relativ ereignislos – weshalb er wahrscheinlich auch so schön war.
Der für Vormittag angekündigte Regen kam nicht, die Wolken haben sich zwar zusammengezogen, aber bis auf ein paar Minütchen Regen am Nachmittag blieb es trocken.
Mein Körper ist jetzt nach einer Woche endlich im Wandermodus – ich kann den ganzen Tag laufen, ohne dass es mich groß anstrengt und die Fußschmerzen durch die reibenden Einlagen werden auch von Tag zu Tag weniger.
Vormittags hatte ich in einem kleinen Ort einen Anwohner nach Wasser aus dem Hahn am Haus gefragt, da keine Brunnen oder Wasserhähne zu finden waren. Der Hahn war aber wohl gar nicht angeschlossen, so dass er mir die beiden Flaschen in seiner Küche aufgefüllt hat. Ich trage immer nur noch zwei Liter mit, obwohl ich bis zu vier einpacken könnte, aber das ist aufgrund der Dichte der Ortschaften gar nicht nötig.
Heute war Vitamin C-Tag 🙂 vormittags kam ich an einem Feldweg vorbei, wo auf zwei-/dreihundert Metern reife Himbeeren gepflückt werden wollten.
Danach gab es noch zwei Hände voll Blaubeeren frisch aus dem Wald und abends dann wieder Himbeeren – so schlecht schmecken die gar nicht und sind einfacher zu pflücken als Blaubeeren (und größer 🙂 ).
Mittags hatte ich dann – ohne einen direkten Zusammenhang – u.a. einen Müsliriegel mit Vitaminen gekauft…also vitamintechnisch kann ich mir heute wirklich nichts vorwerfen.

Mit dem Besuch von Kißlegg heute habe ich Bayern zunächst verlassen und bin gerade in Baden-Württemberg, aber wahrscheinlich nicht lange, wenn ich das richtig einschätze.
Nachmittags ging es dann durch das „Arrisrieder Moos“ und ich muss sagen, Moorlandschaften sind echt toll! Da könnte ich gerne jeden Tag durch eine laufen, diese Mischung aus kleinen Seen, Heidelandschaft und anderen abwechslungsreichem Bewuchs gefällt mir sehr.

Ich musste heute weiter laufen, als ich eigentlich wollte, weil sich der Wald, welchen ich als Übernachtungsmöglichkeit ins Auge gefasst hatte, als ungeeignet herausstellte und danach kein Wald mehr kam. Nur Felder, Wiesen und Straße.
Irgendwann konnte ich dann aber abbiegen und ein Stück Restwald erreichen, welches gerade abgeholzt wird, zwei Streifen Wald stehen aber noch und da habe ich ein gerades, moosbedecktes Fleckchen gefunden.
Morgen geht es nach Wangen. Die Altsstadt soll eine sehr schöne barocke Architektur haben – mal schauen, was ich davon so erkenne.











