Halblech – Kohlhunden

17.07.2020, Tag 20, 43 km, Gesamtdistanz 519 km

Der Ruhetag hat mir richtig gut getan. Ich habe fast den gesamten Tag im Bett verbracht, war morgens nur kurz beim Edeka und habe neue Wasserflaschen gekauft und dann war ich natürlich beim Frühstück, welches fantastisch war.

Hotelfrühstück

Dafür konnte ich heute dann auch richtig durchstarten. Trotz Regen – oder vielleicht gerade deshalb, bin ich die bisher längste Etappe gelaufen. Laut Wanderführer wären das dreieinhalb (sehr kurze) Etappen gewesen.

Noch in Buching hatte ich mir beim Bäcker zwei belegte Brötchen gekauft, wovon ich eins sofort am Etappenstart in Halblech, das andere dann in Lechbruck verdrückt habe.

Es ging zunächst immer am Wasser entlang, ist ja auch die Wasserläuferroute gewesen. Von Halblech am Premer Lechsee und der Lech bis nach Lechbruck am See. Die Flüsse führten nach dem ganzen Regen richtig viel Wasser und waren schick anzusehen mit der reißenden Strömung und den sprudelnden Wellen.

Dann ging über den Auerberg nach Stötten a. Auerberg und von dort über Bertholdshofen nach Marktoberdorf. Mittlerweile sind die Himbeeren auch richtig reif – groß und süß. Vor zwei Wochen habe ich sie zwar auch genascht, aber da waren sie noch eher säuerlich.

Es hat auch gar nicht super stark geregnet. Ab und zu kam ein Schauer, aber ansonsten hat es nur genieselt oder war sogar trocken. Mit meinem Schirm bin ich jedenfalls sehr gut zurechtgekommen und trocken geblieben. Ich habe den ganzen Tag Podcast gehört, das ist bei dem Wetter immer eine schöne Ablenkung.

Blick auf Lechbruck am See

In Bertholdshofen hatte der Bäcker leider noch auf und nach dem üppigen Frühstück gestern war ich noch im Schlemmermodus, so dass ich mir einen „Kleckseltaler“ gekauft und gleich in der nächsten Bushaltestelle vernascht habe. War sehr lecker, aber ich hatte sofort ein schlechtes Gewissen.

super lecker, mit Nuss und Pudding und Kirschen

Kurz darauf treffe ich allerdings Gerald. Er ist ein Pilgerer aus Bamberg, der den Jakobsweg von München nach Lindau läuft und wir gehen die letzten Kilometer bis nach Marktoberdorf gemeinsam und unterhalten uns gut. Das ist mein erster richtiger Kontakt zu einem anderen Wanderer auf dieser Tour und so überlege ich, ob der Kuchen vielleicht doch keine so schlechte Idee war, sonst hätte ich Gerald nicht getroffen.

Am Ortseingang trennen sich unsere Wege dann aber schon wieder, da er in Marktoberdorf übernachtet. Marktoberdorf ist ja mein Startpunkt gewesen, so dass ich jetzt nicht nochmal in den Ort laufen muss und weitergehe. Ich will nur bis zum nächsten Wald und dort einen Platz für mein Tarp suchen, es wird dann aber erst der übernächste Wald, weil ich noch fit bin und noch etwas Zeit ist. Zum Abend hin hat es auch schon wieder etwas aufgeklart, es regnet nicht mehr und die Sonne hat sogar ganz kurz durch die Wolken geblinzelt.

Das Wetter macht mir aber in der weiteren Vorausschau Sorgen. Die Aussichten für die nächsten Tage sind nicht so rosig, wobei mir das egal ist. Aber ab Freitag bzw. Samstag bin ich wieder in den Bergen unterwegs und da sollte es möglichst nicht regnen, geschweige denn Gewittern.

Meine App zeigt aber genau das an…werde ich in den nächsten Tagen mal beobachten und dann schauen, was ich daraus mache.

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