18.03. – 21.03., 3,5 Tage, 96 km, Gesamtkilometer: 2.772 km
An dem Samstag laufe ich noch die vierzehn Kilometer bis zur Greenstone Hut, in der schon einige TA-Hiker anwesend sind – es ist ein schönes Gefühl, wieder Teil der TA-Familie zu sein…das ist das einzige, was mir auf den Sidetrips immer fehlt…diese Vertrautheit mit völlig Fremden, nur weil sie den gleichen Wanderweg laufen.

Der Weg durch das Mavora-Tal ist richtig, richtig schön…selbst nach fast fünf Monaten habe ich mich an dem Anblick der Berge, weiten Täler und selbst der Bäume im Wald noch nicht satt gesehen. Jeden Tag laufe ich staunend durch die Gegend ob der Schönheit, die dieser Abschnitt bietet. Und jeden Tag muss ich jetzt daran denken, dass es bald vorbei ist… deswegen versuche ich die Eindrücke besonders gut in meinem Gedächtnis abzuspeichern und z.B. jede Mittagspause am plätschernden Ufer mit Blick auf die Berge intensiv zu genießen – damit ich die Bilder später abrufen kann, wenn ich in Berlin wieder in einem nach Essen riechenden Asiaimbiss Mittagspause mache…

Haus am See, Northern Mavora Lake
Aber das ist noch weit weg….momentan genieße ich das tägliche Wandern total und mir geht es richtig gut. 

Nach dem Mavora Tal kommen der nördliche und südliche Mavora Lake und dann geht es am Mararoa River entlang. Der letzte Teil des Weges ist zwar nicht mehr ganz so schön, weil man mal wieder versucht hat, einen Straßenabschnitt zu vermeiden, indem man uns durch das Gestrüpp am Fluss jagt…aber ich entscheide mich dann einfach für die Straße und so kommen wir auch voran. Am vorletzten Tag des Abschnitts treffe ich auf Claudio aus Konstanz. Ein total netter Kerl, mit dem ich mich sehr gut unterhalte, so dass wir den gesamten restlichen Tag zusammen laufen. Auch am nächsten Tag meistern wir die letzten dreizehn Kilometer Straße noch gemeinsam, er läuft dann aber weiter, während ich nach Te Anau hitche, da ich neue Lebensmittel benötige – außerdem will ich hier auf Arisa und Josh warten, damit wir dann gemeinsam bis nach Bluff laufen können.

